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Webpräsenz von Dr. Thomas Meinike
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Nachricht vom 09.07.2010

Wohlgeformt ist besser: HTML5 hat durchaus einige nützliche Neuerungen zu bieten. Komplett verzichten kann ich jedoch auf die neuen Freiheiten hinsichtlich der Schreibweise von Element- und Attributnamen, Setzung von Attributwerten ohne umschließende Anführungszeichen, Weglassen von schließenden Tags usw. Die wenigen Regeln der Wohlgeformtheit aus dem X[HT]ML-Universum hätte man ruhig konsequent beibehalten können, denn sie erzeugen einfach weniger Fragen und Probleme bei der Arbeit an und mit Informationsprodukten. Immerhin darf man als Markupsprachen-Veteran auch XHTML5-konform schreiben.
Ärgerlich finde ich nur die zunehmende Verbreitung von Empfehlungen, alle »guten Sitten« fallen zu lassen, weil es ja angeblich nichts bringt oder nicht schön (!) aussieht. Solche Vertreter der Webdesign-Zunft haben wohl noch kein E-Book im EPUB-Format erstellt oder Inhalte mittels XSLT in andere Strukturen transformiert. Auf dem populären Apple iPad werfen fehlerhafte Bücher hässliche Meldungen innerhalb der Buchseiten aus. Obwohl hier (noch) kein HTML5 sondern XHTML 1.1 zum Einsatz kommt, zeigt dieses Beispiel zumindest auf, dass Wohlgeformtheit und letzlich auch Validität einen praktischen Nutzen und somit einen Mehrwert haben.

Nachricht vom 16.06.2010

Neue Artikel: In der aktuellen Ausgabe 4.2010 des Entwickler Magazins ist ein ausführlicher Artikel zum Thema »EPUB-Format in Theorie und Praxis« erschienen. Darin werden die technologischen Grundlagen vermittelt und durch eigene Arbeiten und gesammelte Erfahrungen ergänzt. Besonders hervorzuheben ist die attraktive redaktionelle Umsetzung des gelieferten Materials. Abgerundet wird der Artikel durch iPad-Screenshots von Alexander Olma. Er gehört zu den frühen iPad-Nutzern und hat im April dankenswerterweise ein umgesetztes E-Book auf seinem US-Importgerät zum Leben erweckt.
Man muss kein Apple-Fanboy sein, um die Bedeutung der iPad-Markteinführung für die weitere Entwicklung im Bereich elektronischer Bücher anzuerkennen. Zusätzlich enthält das Heft eine Besprechung des ersten Buches zu CMS Made Simple (1.6), welches in der Bibliothek zur Unterstützung entsprechender Kurse ausgeliehen werden kann.

Nachricht vom 20.04.2010

EPUB = XML + XSLT + X: Mit Werkzeugen wie »eCub« lassen sich E-Books im EPUB-Format komfortabel umsetzen. Für einen XML-Entwickler kann das Zusammenklicken einer Buchstruktur jedoch nur die zweitbeste Wahl sein. Deshalb bot sich die Erarbeitung eines eigenständigen XSLT-basierten Prozesses an, welcher mit freien Softwarekomponenten arbeitet und einen möglichst geringen Aufwand bei der praktischen Nutzung erfordert.
Nach längerer Beschäftigung mit der Theorie und Praxis des EPUB-Formates ist nun innerhalb einer Woche das Projekt »epubMinFlow – Ein minimaler Workflow zur automatisierten Umsetzung von E-Books im EPUB-Format« entstanden. Es soll neben der eigentlichen Möglichkeit zur EPUB-Produktion vor allem Kurse in den Bereichen XML, Online-Dokumentation und Content-Management unterstützen. Über weitere technologische Details berichtet die verlinkte Projektseite.

Nachricht vom 17.03.2010

»Almost Perfect« als E-Book: Meine erste PC-Textverarbeitung war »WordPerfect 5.1 für DOS« auf 13 5,25"-Disketten. Damit entstand 1992 die Diplomarbeit und 1996 kam bereits die Windows-Version 5.2 im Rahmen der Dissertation zum Einsatz. WordPerfect war ein tolles Produkt und es gab einen hervorragenden Support seitens der deutschen WordPerfect GmbH mit vierteljährlicher Kundenzeitschrift, Updates frei Haus usw. Die Version 6.0 stellte sich bereits wegen schlechtem Formelsatz als unbrauchbar heraus. Den Verkauf an Corel habe ich nur noch aus der Ferne beobachtet, denn meine Kundenbindung war seitens des Anbieters bereits zerstört.
Im Februar stieß ich auf das mittlerweile online verfügbare Buch »Almost Perfect – How a Bunch of Regular Guys Built WordPerfect Corporation« von W. E. Pete Peterson. Er beschreibt darin Aufstieg und Niedergang dieser einst so innovativen Firma. Der kapitelweise in HTML vorliegende Text erschien geradezu ideal als Vorlage für die Produktion eines E-Books im EPUB-Format. Die grobe Umsetzung mit »HTML Tidy«, »eCub« und CSS beanspruchte gerade mal einen Tag und das Ergebnis erwies sich als ansprechend und nutzbar. Schließlich schickte ich das verfeinerte EPUB-File dem Autor zur weiteren Verwendung und nun ist es tatsächlich online verfügbar. Auch an dieser Stelle möchte ich Mr. Peterson für die Kooperation herzlich danken.

Nachricht vom 12.03.2010

Neuer Studiengang: Zum Wintersemester 2010/11 startet unser neuer Bachelor-Studiengang »Technische Redaktion und E-Learning-Systeme«. Damit wird die zwischem dem ausgelaufenen Diplom-Studiengang »Kommunikation und Technische Dokumentation« (1995–2008) und dem 2006 eingeführten Masterstudiengang »Technische Redaktion und Wissenskommunikation« entstandene Lücke geschlossen. Vermittelt werden Konzeption und Umsetzung moderner Informationsprodukte und somit vor allem Facetten wie Recherchieren, Schreiben, Gestalten und Entwickeln im ingenieurtechnischen Umfeld.
Nach zwei Semestern Grundstudium schließen sich wahlweise vier Semester in den Vertiefungen »Technische Redaktion« oder »E-Learning-Systeme« an, wobei wechselseitig Fächer beider Richtungen angeboten werden. Online stehen weitere Informationen (Flyer) zur Verfügung und für tiefere Einblicke bietet sich ein Besuch vor Ort am Hochschulinformationstag (08.05.2010) an.

Nachricht vom 30.01.2010

Pimp your SVG: Am 28.01.2010 stellte uns Frau Ute Schmäschke von der C-CAM GmbH das gleichermaßen komplexe wie beeindruckende Produkt »3DVIA Composer« von SolidWorks vor, welches sich u. a. für die Umsetzung (interaktiver) technischer Illustrationen eignet. Interessant ist auch die Möglichkeit des SVG-Exports, welcher offenbar durch die Nutzung proprietärer DOM-Methoden auf den seit 2005 nicht mehr weiterentwickelten »Adobe SVG Viewer« (ASV) zugeschnitten ist.
Ein bei der Firma Helbling IT Solutions gefundenes Beispiel »Modellmotor_Illustration.svg« (nicht mehr online verfügbar) ließ sich jedoch mit wenigen Handgriffen am ECMAScript-Code für Internet Explorer + ASV und Browser mit nativer SVG-Unterstützung (Chrome, Firefox, Opera und Safari) lauffähig machen. Wesentlich sind diese Änderungen: getTarget() → target, getOwnerDocument() → ownerDocument, getChildNodes() → childNodes, getNodeName() → nodeName, getStyle() → style, setProperty("property","value",""). Der im Code bei setProperty() fehlende dritte Parameter ist mit der CSS-Priorität "important" oder "" zu belegen. Bei einem weiteren Beispiel von VizCon (»Gear.svg«) musste noch getDocument() → document umgeschrieben werden. Vielleicht können die Entwickler diese Anregung aufgreifen und somit ihr Produkt noch besser für die Endkunden der erstellten Dokumente anpassen. [05.02.2010: Ein XSLT 2.0-Stylesheet ermöglicht die einfache Anpassung vorhandener SVG-Dokumente.]

Nachricht vom 19.01.2010

E-Books 2010: Elektronische Bücher liegen nicht nur im Trend, sondern bereichern auch das Arbeitsfeld der Technischen Redaktion und somit die TRW-Ausbildung an der Hochschule. Neben der hardwareseitigen Nutzung von E-Book-Readern interessieren uns vor allem die Erstellung und der technologische Hintergrund von populären XML-basierten Formaten wie EPUB.
In einer Mastervorlesung zum übergeordneten Themenkomplex Content-Management wurden im aktuellen Wintersemester erstmalig Grundlagen vermittelt. Darauf aufbauend und in Kooperation mit der Hochschulbibliothek sowie externen Partnern wird das Thema in diesem Jahr weiter verfolgt und im Rahmen von Abschlussarbeiten behandelt.

Nachricht vom 15.12.2009

Der verschollene DITA-Vortrag: Eine der ersten passablen Einführungen in das Thema DITA (Darwin Information Typing Architecture) stammt von Torsten Machert (Ovidius GmbH). Auf das 2006 erschienene Vortragsskript habe ich in Vorlesungen verwiesen und es wurde auch in einer von mir betreuten Diplomarbeit zitiert. Online aufzufinden ist es allerdings seit ca. zwei Jahren nicht mehr. Als ich den Autor im November während der tekom-Jahrestagung traf und zu diesem Punkt befragte, konnte er das komplette Verschwinden aus dem Netz auch nicht erklären und gab sich entgegen meiner Erwartung durchaus DITA-kritisch.
Gegen die hiermit erfolgende Wiederveröffentlichung des Materials »DITA – eine neue Strukturierungsmethode?« hatte er nichts einzuwenden. Insbesondere der letzte Satz relativiert den offenbar abklingenden DITA-Hype der letzten Jahre: »Es ist auch nicht verwerflich, sich einzig und allein von DITA inspirieren zu lassen und völlig eigene Strukturen zu entwickeln.«. Das soll gleichwohl nicht bedeuten, dass DITA nutzlos wäre. Vor allem zur XML-basierten Umsetzung von Onlinehilfen ist diese Technologie besonders geeignet.

Nachricht vom 19.11.2009

count(/W3C/XSLT) → 10: Wie bereits am Geburtstag (16.11.) auf Twitter kundgetan, exisitieren die ersten W3C-Spezifikationen der XML-Transformationssprache XSLT sowie der XPath-Technik zum Zugriff auf Knoten und Inhalte seit zehn Jahren. Seit den Anfängen habe ich diese Technologien aktiv verwendet und in der Lehre behandelt. Die hier publizierten Nachrichten und die zugehörigen Newsfeeds werden serverseitig aus einem XML-Dokument mittels XSLT-1.0-Stylesheets erzeugt.
Mittlerweile sind seit fast drei Jahren auch die 2.0-Nachfolgeversionen mit wesentlich erweitertem Funktionsumfang im Einsatz (leider noch nicht in PHP integriert). Allgemeine Grundlagen und eine ausführliche Zusammenfassung der Neuerungen vermitteln die Folien meines 2007 gehaltenen Vortrages »XSLT 2.0 und XPath 2.0 für Praktiker – Neuerungen im Überblick«.

Nachricht vom 07.11.2009

27 Stunden in WI: Mein neunter Aufenthalt in Wiesbaden zum Besuch der tekom-Jahrestagung 2009 war der bisher kürzeste, aber die Termine an der Hochschule ließen es nicht anders zu. Dennoch war es wieder eine gelungene Veranstaltung, bei der mir auch zehn Studierende von früheren KTD-Matrikeln über den Weg liefen – drei davon verbrachten mit mir einen fröhlichen Abend beim Italiener. Es ergaben sich auch wieder konstruktive Gespräche mit Lehrenden anderer Hochschulen und natürlich den Messeausstellern.
Am 06.11. stand schließlich mein Vortrag zum Thema »Was bringt HTML5?« auf dem Tagungsprogramm. Der Raum war gut gefüllt und das Publikum erfuhr in einem durchaus rasanten Tempo von den anstehenden umfangreichen Neuerungen. HTML5 soll sich durch die Einführung neuer Techniken und Programmierschnittstellen besser für die Web-Anwendungsentwicklung einsetzen lassen. Die Vortragsfolien und einige Beispielcodes stehen zum Nachlesen zur Verfügung und werden auch in die Lehre einfließen.

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