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Webpräsenz von Dr. Thomas Meinike
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Nachricht vom 09.08.2013

Saxon-CE: Mit der von Michael Kay (Saxonica) im Februar veröffentlichten Open-Source-Software Saxon-CE 1.1 lässt sich Web-Entwicklung auf der Basis von XSLT 2.0 betreiben. Wer XML und XSLT nicht scheut, sollte sich dieses alternative Konzept anschauen. Saxon-CE selbst wird als JavaScript-Bibliothek in eine gewöhnliche HTML-Seite mit Verweisen auf XML-Datendokument und XSLT-Stylesheet für die Transformation eingebunden. In letzterem Dokument liegt die komplette Anwendungslogik vor. Dabei wurde XSLT mit Interaktionskomponenten aufgewertet, etwa um auf einen Mausklick des Benutzers reagieren zu können [Template-Attribut mode="ixsl:onclick"]. Die Ausgabedaten werden mittels xsl:result-document und im HTML-Dokument vorgehaltenen ID-Referenzen in die DOM-Struktur übernommen.

Zur eigentlichen Programmierung sind im Grunde keinerlei JavaScript-Kenntnisse nötig. Diese sind jedoch durchaus nützlich, da man aus dem XSLT-Kontext heraus auch auf vorhandene JS-Objekte und -Methoden sowie sogar auf eigene Funktionen zugreifen kann [js:myfunction(…)]. Ein nach relativ kurzer Einarbeitungszeit umgesetztes Beispielprojekt demonstriert die Ausgabe von statistischen Daten als HTML-Tabelle und SVG-Darstellung. Mehr zu diesem Thema wird in einem Fachvortrag auf der tekom-Jahrestagung 2013 präsentiert. Die Entwicklerdokumentation zum Produkt wurde übrigens ebenfalls mit Saxon-CE aufbereitet. Nachtrag: Im Entwickler Magazin 6.2013 ist der Artikel »XSLTuning für Browser« erschienen (→ HS-Bibliothek).

Nachricht vom 29.06.2013

Master of XML:

Nachricht vom 10.02.2013

15 Jahre XML: Am 10. Februar 1998 wurde die erste Spezifikation der Extensible Markup Language vom W3C offiziell als Empfehlung verabschiedet. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon einige Jahre mit HTML befasst, eine mit dem Regelwerk SGML definierte Auszeichnungssprache. Der Nachfolger XML sollte den Entwurf und die Nutzung eigener Strukturen vereinfachen und für das Web-Zeitalter tauglich machen. XHTML und SVG waren erste Vertreter von gebrauchsfertigen XML-Sprachen, welche eine größere Popularität und Verbreitung erfuhren.

Heute ist XHTML zumindest noch im E-Book-Bereich im Einsatz (EPUB) und SVG wird zunehmend bei Grafikdesignern und Webentwicklern akzeptiert. Speziell im Bereich Technische Dokumentation haben sich vielfältige Standards etabliert, u. a. DocBook und DITA. Zur Verarbeitung von XML-Dokumenten in nutzbare Zielformate existieren seit den frühen Tagen Konzepte wie XSLT und XSL-FO. Heute stehen uns viele preisgünstige oder gar freie Werkzeuge zum routinierten Umgang mit diesen Techniken zur Verfügung. Von Firmen zunehmend nachgefragte XML-Technologien gehören seit den Anfängen zum Ausbildungsprofil unserer Diplom-, Bachelor- und Masterstudierenden, was sich auch in Themen von Abschlussarbeiten widerspiegelt. <sing>Happy Birthday, XML!</sing>

Nachricht vom 22.01.2013

XML zur Wahl: So genannte Open-Data-Projekte werden zunehmend in Angriff genommen. Eine wichtige Voraussetzung ist der freie Zugriff auf Daten in möglichst medienneutralen Formaten. Zur am letzten Sonntag durchgeführten Landtagswahl in Niedersachsen steht die komplette Datenbasis wahlweise als CSV- und XML-Dokument zur Verfügung (auf der verlinkten Seite ganz unten). Das XML-Format ist undokumentiert, lässt sich jedoch relativ schnell inhaltlich erschließen. Enthalten sind die Daten zu allen 87 Wahlkreisen, sogar mit den Koordinaten der Landesgrenzen angereichert. Als kleiner Testballon wurde je ein XSLT-Stylesheet in den Versionen 2.0 und 3.0 entwickelt, welches die Daten zu einem SVG-Kreisdiagramm mit den prozentualen Anteilen verarbeitet.

Aus der XML-Struktur werden dazu die relevanten Zweitstimmen über die Wahlkreise und Parteien eingelesen und mit den insgesamt gültigen Zweitstimmen ins Verhältnis gesetzt. Daraus ergeben sich exakt die publizierten Ergebnisse. Hexadezimale Farbwerte sind ebenfalls hinterlegt und werden den Parteien entsprechend zugeordnet. Beispielcode und das Endergebnis stehen auf der Projektseite zur Verfügung. Das eigentliche ca. 1 MB umfassende Dokument wahlergebnis.xml ist nicht im ZIP-Archiv enthalten. Da auch das Wahlergebnis von 2008 hinterlegt ist, kann dessen Visualisierung durch die Zuweisung von '08' statt '13' in der Zeile <xsl:variable name="jahr" select="'13'"/> erfolgen.

Nachricht vom 26.10.2012

#tekom12: Die tekom-Jahrestagung + tcworld conference 2012 fand vom 23. bis 25. Oktober in Wiesbaden statt. Mein Vortrag zum Themenkomplex XSLT 3.0 und XPath 3.0 lag gleich am ersten Tag im Block »Offene Technische Standards (OTS)«. Die umfangreichen Vorbereitungen haben sich den Reaktionen nach gelohnt und werden auch die Lehre bereichern. Einen Schwerpunkt bildeten wiederum zahlreiche Gespräche mit Messeausstellern und Absolventen unserer TR-Studiengänge.

An dieser Tagung war auch eine Gruppe von TRW-Masterstudierenden im 3. Semester beteiligt. Neben Hilfe bei der Tagungsorganisation und Präsenz am Hochschulstand blieb ihnen Zeit für den Besuch von Vorträgen und der Messe sowie zur Kontaktaufnahme mit (künftigen) Praxispartnern. Am Rande des fachlichen Geschehens gab es natürlich auch vielfältige Möglichkeiten zum gemütlichen Abendausklang in den Rhein-Main-Hallen und später im Kneipenviertel der City. Die mittlerweile übliche Kommunikation via Twitter wertete die Tagung ebenfalls auf. Insgesamt großes Dokukino!

Nachricht vom 07.07.2012

LNdW in Halle:

Nachricht vom 31.05.2012

XML ist (auch) Kunst: Man kann als Dozent in Kursen, Vorträgen und Artikeln ja viel über sein Fachgebiet erzählen – entscheidend ist die Praxis. Ein wirklich faszinierendes Stück XML-Code ist das im Arp Museum (Bahnhof Rolandseck) ausgestellte Kunstprojekt von Karin Sander in Form eines wandfüllenden SVG-Dokuments.

Wer sich für die konkrete XML-Praxis in der Technischen Redaktion interessiert, kann am 06.07.2012 im Rahmen der 11. Langen Nacht der Wissenschaften in Halle meinen Vortrag »Von spitzen Federn zu spitzen Klammern – Modernes Publizieren mit XML« besuchen (Druckdialog ggf. abbrechen). Der am 08.06.2012 in Merseburg stattfindende Hochschulinformationstag bietet ebenfalls die Möglichkeit für anregende Gespräche und einen Blick in unsere Hörsäle, Werkstätten und Labore.

Nachricht vom 28.03.2012

Der X(ML)-Faktor: An der Schnittstelle vom Winter- zum Sommersemester bietet es sich an, auf zwei in diesem Jahr erfolgreich verteidigte Masterarbeiten im Bereich Technische Redaktion mit XML-Bezug hinzuweisen. Patrick Henkel hat für eine Softwaredokumentation einen geschlossenen Arbeitsablauf ausgehend von der Datenhaltung mittels DocBook und umfangreichen XSL-Transformationen in die relevanten Zielformate (PDF und HTML) entwickelt. In der Arbeit von Sebastian Schröck steht das für elektronische Bücher häufig verwendete EPUB-Format im Mittelpunkt. Innerhalb eines Redaktionsprozesses unter Verwendung von Adobe InDesign werden künftig neben gedruckten Publikationen und Web-Versionen auch EPUB-Ausgaben erzeugt.

Beide Arbeiten sind stark mit aktuellen Technologien verknüpft und zeigen wiederum eindrucksvoll, dass sich die tiefgreifende Beschäftigung mit den Interna lohnt und sich vor allem interessante Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt eröffnen. Da die Autoren und Praxisbetreuer dieser Arbeiten freundlicherweise einer Online-Veröffentlichung zugestimmt haben, können Details entsprechend nachlesen werden. Zur Einordnung von XML eignet sich auch der kürzlich erschienene Artikel »What is XML Really About«.

Nachricht vom 13.02.2012

Diskografie als DOCX: Nach der bereits im Januar veröffentlichten EPUB3-Erweiterung zum auf der tekom-Jahrestagung 2011 präsentierten XSLT-Tutorial mit Diskografie-Projekt, war es an der Zeit, ein Office-Format wie DOCX anzugehen. Es handelt sich ebenfalls um ZIP-Archive mit einer speziellen Struktur, welche u. a. Metadaten, Mediendateien mit Referenz-IDs, das eigentliche Word-Inhaltsdokument (document.xml) sowie einige Zusätze für Kopf-/Fußzeilen, Fonts und Formatierungen umfasst.

Nach der Formatanalyse und händischer Reproduktion von Teilen der Diskografie wurde eine XSL-Transformation zur Ausgabe der Zieldokumente entwickelt. Alle nötigen Werkzeuge und Schritte bis zur fertigen .docx-Datei sind in einem Ablaufskript (run.cmd) definiert. Dabei gab es auch Rückschläge, etwa wenn Word das Öffnen der erzeugten Datei verweigerte. Die aktuelle Version funktioniert und ergänzt die Liste der nach dem Single-Source-Publishing-Prinzip erzeugten Ausgabeformate. In einem Foliennachtrag werden die zusätzlichen Ausgaben behandelt.

Nachricht vom 21.01.2012

Kurs auf EPUB 3.0: Elektronische Bücher sind den Kinderschuhen entwachsen, diverse eInk-Reader und auch das iPad haben einen völlig neuen Markt definiert. Um entsprechende Inhalte zu produzieren, sind Kenntnisse über die verwendeten Formate sowie KnowHow zur praktischen Umsetzung nötig. In unseren Bachelor- und Master-Studiengängen im Bereich Technische Redaktion werden seit drei Jahren Projekte zur Produktion des populären Standardformats EPUB erfolgreich realisiert.

Im Oktober 2011 wurde vom IDPF-Konsortium die finale Empfehlung zu EPUB 3.0 veröffentlicht. Die Liste der Erweiterungen ist lang: Im Wesentlichen kommen Interaktionstechniken, JavaScript, SVG, MathML und vor allem die Verwendung von (X)HTML5 als Auszeichnungsbasis hinzu. Unter Verwendung von Apple iBooks 2 und der Software AZARDI lassen sich produzierte EPUB 3.0-Bücher bereits testen. Mit dem 2010 gestarteten Projekt epubMinFlow und im auf der tekom-Jahrestagung 2011 präsentierten XSLT-Tutorial wurden Möglichkeiten zur automatisierten Generierung von EPUB 2.0 demonstriert. Als Erweiterung steht nun eine experimentelle XSLT-Umsetzung für die Ausgabe von EPUB 3.0 bereit (Download unter Vorträge). In den kommenden Monaten wird sich viel auf diesem Gebiet tun, es lohnt sich also den Fortschritt aktiv mit zu gestalten.

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