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Webpräsenz von Dr. Thomas Meinike
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Nachricht vom 21.01.2012

Kurs auf EPUB 3.0: Elektronische Bücher sind den Kinderschuhen entwachsen, diverse eInk-Reader und auch das iPad haben einen völlig neuen Markt definiert. Um entsprechende Inhalte zu produzieren, sind Kenntnisse über die verwendeten Formate sowie KnowHow zur praktischen Umsetzung nötig. In unseren Bachelor- und Master-Studiengängen im Bereich Technische Redaktion werden seit drei Jahren Projekte zur Produktion des populären Standardformats EPUB erfolgreich realisiert.

Im Oktober 2011 wurde vom IDPF-Konsortium die finale Empfehlung zu EPUB 3.0 veröffentlicht. Die Liste der Erweiterungen ist lang: Im Wesentlichen kommen Interaktionstechniken, JavaScript, SVG, MathML und vor allem die Verwendung von (X)HTML5 als Auszeichnungsbasis hinzu. Unter Verwendung von Apple iBooks 2 und der Software AZARDI lassen sich produzierte EPUB 3.0-Bücher bereits testen. Mit dem 2010 gestarteten Projekt epubMinFlow und im auf der tekom-Jahrestagung 2011 präsentierten XSLT-Tutorial wurden Möglichkeiten zur automatisierten Generierung von EPUB 2.0 demonstriert. Als Erweiterung steht nun eine experimentelle XSLT-Umsetzung für die Ausgabe von EPUB 3.0 bereit (Download unter Vorträge). In den kommenden Monaten wird sich viel auf diesem Gebiet tun, es lohnt sich also den Fortschritt aktiv mit zu gestalten.

Nachricht vom 20.10.2011

#tekom11: Mein Besuch der tekom-Jahrestagung in Wiesbaden war mit 48 Stunden vor Ort wieder ziemlich knapp bemessen. Dennoch bot die Tagung reichlich Inspirationen hinsichtlich Dokumentationstechnologien und viele gute Gespräche. Ehemalige Studierende kreuzten zahlreich meine Wege durch die Messehallen und berichteten von ihren aktuellen Tätigkeiten. Besonders gefallen haben mir einige junge Technische Redakteure aus Karlsruhe mit viel KnowHow im Bereich der mobilen Dokumentation und ausgeprägter XML-Affinität.

Mein Tutorial zum Thema XSLT erwies sich erwartungsgemäß als straffes Programm über 105 Minuten hinweg. Das entwickelte umfangreiche Beispielmaterial einer Band-Diskografie ließ sich zwar nur ansatzweise demonstrieren, steht jedoch in kompletter Form zur Verfügung und wird auch in der Lehre weiterhin genutzt. Zu nennen sind noch die Abendveranstaltung zur Verleihung des tekom-Dokupreises mit einer KTD-Diplomabsolventin aus dem Jahrgang 2003 unter den Preisträgern sowie die Nutzung von Twitter zur Kommunikation mit dem Veranstalter und zwischen den Teilnehmern.

Nachricht vom 05.09.2011

SVG ist 10: Die XML-basierte Vektorgrafiktechnologie SVG feiert einen runden Geburtstag. Am 4. September 2001 erschien die offizielle W3C-Spezifikation 1.0. Die Arbeiten dauerten jedoch einige Jahre länger an. So präsentierte Adobe bereits 1999 der staunenden Fachwelt das technologische Konzept. SVG war und ist eine faszinierende Auszeichnungssprache und dennoch sieht man vergleichsweise wenige Anwendungen im Web (oder merkt es in modernen Browsern schon nicht mehr). Es hat Jahre gedauert, bis die Browserhersteller SVG fest integrierten.

SVG-technisch weit vorn war Opera und weit hinten Microsoft (erst ab IE9), irgendwo dazwischen landeten Mozilla Firefox, Apple Safari und Google Chrome ihre Treffer. Somit ist auch die Nutzung von nicht mehr aktualisierten Plugins wie dem Adobe SVG Viewer kein Thema mehr, wobei dieses Werkzeug den Standard so gut unterstützte wie es lange kein Browser tat. Die Beschäftigung mit SVG bleibt also spannend und ist auch Bestandteil der Ausbildung Technischer Redakteure. In den Rubriken Fachartikel und Vorträge steht Informationsmaterial zum Thema SVG zur Verfügung. Eine Menge Beispielcode hat sich ebenfalls angesammelt.

Nachricht vom 28.06.2011

planX4L: Erstellung und Verwaltung von mehr als 100 Lehrveranstaltungen eines typischen Semesters mit mehreren Studierendengruppen – allein für den Bereich Technische Redaktion – erweisen sich als eine aufwändige und fehleranfällige Prozedur.

Um den eigenen Planungsprozess stärker zu optimieren und konsistenter zu machen, entstand die Idee der Datenhaltung in einem geeigneten XML-Format. Zusätzlich sorgt ein XSLT-Stylesheet für die Umwandlung der XML-Daten in von der Planungssoftware »L.A.P.I.S« importierbare ASCII-Dateien. Dieser Artikel beschreibt weitere Details.

Nachricht vom 06.06.2011

XSLT-SB: XSLT ist insbesondere seit Version 2.0 in Kombination mit der Funktionspalette aus XPath 2.0 eine sehr mächtige Sprache zur XML-Verarbeitung. Dennoch gibt es immer wieder Situationen, in denen der Standardvorrat nicht ausreicht und man eigene Funktionen erfindet (was mittels xsl:function durchaus praktikabel ist). Insofern sind Ansätze zur Vereinheitlichung von nutzerdefinierten Funktionen sehr zu begrüßen.

Der Entwickler Stefan Krause hat gerade erste Versionen einer »XSLT-Standard-Bibliothek« veröffentlicht, welche bereits eine Vielzahl nützlicher Funktionen bereit stellt (etwa zur Stringverarbeitung mit xsb:trim()). Meine Implementierungen von mathematischen Funktionen wie Sinus und Cosinus habe ich ihm und somit der Community zur Verfügung gestellt. Möge die »XSLT-SB« zahlreiche Anwender und weitere Mitwirkende finden. Mein Beispiel zur Umsetzung von SVG-Kreisdiagrammen demonstriert die praktische Anwendung der Teilbibliothek math.xsl.

Nachricht vom 26.04.2011

XML ist überall: Der Spruch »Früher war alles besser!« trifft für die XML-Technologie(n) definitiv nicht zu, denn erst in jüngster Zeit sind umfassende Anwendungsgebiete erschlossen worden. Oft ist die XML-Basis einer Software nicht direkt sichtbar, etwa bei modernen Office-Formaten oder E-Books. Auch die iTunes-Library schaut man sich als Anwender eher nicht im Editor an. Spezielle Onlinedienste verwenden XML zunehmend zum Datenaustausch. Ein populäres Beispiel ist »Google Weather«, eine Schnittstelle (API), welche sich durch Adressierung in der Form http://www.google.com/ig/api?weather=Stadtname aufrufen lässt. Zurück kommt eine XML-Struktur mit Daten zum angegebenen Ort (u. a. Temperatur, Luftfeuchtigkeit und eine Vorhersage für die nächsten Tage).

Um diese Anwendung beispielhaft in Kursen zeigen zu können, wurde ein XSLT-Stylesheet zur Umwandlung der gelieferten XML-Inhalte in eine ansehnlichere HTML-Ausgabe entwickelt. Ausblick: Ein serverseitiges Programm kann sowohl den aktuellen Datensatz abholen, als auch die Transformation anstoßen und schließlich bestimmte Teildaten sowie die bereitgestellten Icons auf Webseiten dynamisch ausgeben.

Nachricht vom 07.03.2011

CMSMS vs. Wikipedia: Vor zwei Tagen ist die Version 1.9.4 (Codename »Faanui«) des hier bereits empfohlenen Web-Content-Management-Systems CMS Made Simple erschienen, welches ich seit Version 1.3 produktiv nutze und in Kurse integriere. Nicht nachvollziehbar war die im Jahr 2009 erfolgte Löschung eines eigenständigen Artikels in der Wikipedia. Vermutlich hat das 2010 erschienene Buch (3x in der Bibliothek) als tatsächlich relevante Quelle mit zur Reaktivierung und Erweiterung des Wikipedia-Artikels beigetragen. Hoffentlich bleibt dieser lange erhalten.

Nachricht vom 20.01.2011

7-Zip vs. EPUB: E-Books im EPUB-Format sind bekanntlich in *.epub umbenannte ZIP-Archive. Um diese spezifikationskonform zu erzeugen, muss zunächst die Datei mimetype unkomprimiert im Container abgelegt werden. Danach folgen die weiteren Verzeichnisse mit Metadaten sowie den eigentlichen Inhalten (Details erläutert diese Präsentation). Für mein Projekt epubMinFlow wollte ich ursprünglich den Packer 7-Zip einsetzen. Leider schafft es dieser nicht, die konforme Dateistruktur anzulegen.

Nun brachte mich dankenswerterweise Herr Dr. Victor Wang, Autor eines aktuellen und empfehlenswerten EPUB-Buches, auf die plausible Erklärung: 7-Zip ordnet offenbar alle Inhalte alphabetisch aufsteigend sortiert an und somit wird das ebenfalls obligatorische Verzeichnis META-INF vor mimetype angeordnet. Das Testprogramm EpubCheck reagiert folgerichtig mit der Fehlermeldung »ERROR: buch.epub: length of first filename in archive must be 8, but was 9« (9 ist vermutlich die Länge von container{.xml}). Marktgängige E-Reader kommen dennoch mit diesen E-Books zurecht. Andere Packer wie Info-Zip erzeugen jedoch die vorgeschriebene Reihenfolge und komprimieren nach meiner Erfahrung sogar besser als 7-Zip. Da dieser Hinweis noch nicht in seinem auch in der Bibliothek verfügbaren Buch steht, gebe ich ihn hiermit gern weiter.

Nachricht vom 30.11.2010

Frischluft für XML: »Love is like Oxygen« sangen einst »The Sweet«. In der Darreichungsform <oXygen/> ist Sauerstoff auch für XML-Entwickler besonders bekömmlich. Es handelt sich um einen komfortablen Editor für Mac OS X, Linux und Windows mit breitem Spektrum – vom einfachen XML-Bearbeiten über DTD- und Schema-Entwicklung bis hin zur Verarbeitung mit XSLT & Co. <oXygen/> 12 kann sogar (ZIP-gepackte) EPUB-Archive öffnen und es lassen sich die darin enthaltenen Dateien direkt bearbeiten und wieder speichern.

Allerdings sollten die Entwickler an einer Stelle unbedingt nachbessern: Die Größenänderung des aktuell bearbeiteten Textes über die Kombination Strg+Mausrad reagiert mit ziemlicher Verzögerung, sodass der Text schlagartig sehr groß oder sehr klein dargestellt wird. Das erweist sich vor allem beim Live-Coding in Kursen als sehr ungünstig. Besonders bemerkenswert ist das preisgünstige Angebot einer Klassenraumlizenz. Dieses schont unser Budget und erlaubt sogar die Abgabe einer separaten Lizenz an Studierende in den relevanten Kursen. Daran sollten sich andere Anbieter ein Beispiel nehmen!

Nachricht vom 11.11.2010

Tag der Forschung: Beim Tag der Forschung mit Firmenkontaktmesse an der Hochschule Merseburg habe ich ein Poster zum Thema elektronische Bücher präsentiert. Vorgestellt wurde ein technologischer Prozess zur automatisierten Produktion von Büchern im EPUB-Format auf der Basis von XML zur Datenhaltung und XSLT zur Verarbeitung. Im Rahmen der Veranstaltung fanden auch interessante Vorträge statt und es ergaben sich einige Gespräche mit Firmenvertretern mit speziellem Interesse an unseren Studierenden im Bereich Technische Redaktion.

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