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Webpräsenz von Dr. Thomas Meinike
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Nachricht vom 16.11.2014

#tekom14: Die tekom-Jahrestagung fand 2014 erstmalig im Internationalen Congresscenter Stuttgart (ICS) statt. Zunächst galt es die neue Aufteilung von Messe und Vortragsräumen zu verstehen, um die gewünschten Ziele zu erreichen und unnötige Wege zu vermeiden – das Laufpensum war dennoch erwartungsgemäß enorm. Neben dem Besuch von Fachvorträgen standen für mich zahlreiche Gespräche im Mittelpunkt dieser Veranstaltung. Besonders interessant waren die Tendenzen im Bereich Mobile Dokumentation, welche u. a. im Rahmen eines Showcases von zehn Projekten in jeweils zehn Minuten präsentiert wurden. Zu meinem Vortrag über den aktuellen Fortschritt der SVG 2-Spezifikation (Folien) war der vorgesehene Raum gut gefüllt und die abschließende Diskussion zeigte, dass die Einsatzmöglichkeiten von SVG im Bereich der Technischen Kommunikation weiterhin ein spannendes Themenfeld bilden. Fazit: Immer wieder ein Fest.

Nachricht vom 07.08.2014

Mehr SVG wagen: Die ursprünglich Ende der 90er Jahre von Adobe entwickelten und erstmalig 2001 vom W3C spezifizierten Scalable Vector Graphics haben sich über die Jahre gerade im Bereich der Technischen Kommunikation gut etabliert. Dieser XML-basierte Standard kommt u. a. für Datenvisualisierungen und Ersatzteilkataloge zum Einsatz. Ein bereits 2005 gehaltener Vortrag gibt noch immer einen brauchbaren Überblick zu den verfügbaren Möglichkeiten und Techniken. Durch die Integration in das HTML5-Universum wird das Format künftig weiter punkten können. Seit einiger Zeit ist eine W3C-Arbeitsgruppe mit der Weiterentwicklung in Richtung SVG 2 beschäftigt – den aktuellsten Stand dokumentiert der Editor's Draft. Interessante Neuerungen wie erweiterte Textdarstellungen (Textfluss), Mesh-Gadienten und die Herstellung der Interoperabilität mit anderen Standards wie CSS 3 zeichnen sich bereits ab. Ein zu diesem Thema für die tekom-Jahrestagung 2014 angenommener Vortrag befindet sich in Vorbereitung.

Nachricht vom 09.04.2014

EPUBlizieren in der Praxis: Am 3./4. April 2014 fand an der Hochschule Merseburg das »Jahrestreffen der Arbeitsgemeinschaft für Universitätsverlage« statt. Ich war am ersten Nachmittag zu einer kurzen Einführung in das Thema »E-Books im EPUB-Format – Grundlagen und Ansätze der Erstellung« eingeladen und konnte anschließend noch drei weitere spannende Vorträge verfolgen. Martin Kraetke vom Leipziger Verlagsdienstleister le-tex, einer unserer Kooperationspartner im Bereich Content Engineering, berichtete über »E-Book-Workflows bei Wissenschafts- und Fachverlagen«. Er vermittelte Einblicke in typische Probleme bei der Umsetzung von wissenschaftlichen Publikationen mit aufwändigen Formeln und Tabellen. Vielversprechende Ansätze zum kollaborativen Publizieren zeigten die Entwickler der Plattformen bzw. Werkzeuge Booktype und Fidus Writer. Das Tagungsprogramm bot noch weitere interessante Aspekte, die sich allerdings mit Lehrveranstaltungen des gerade begonnenen Sommersemesters überschnitten haben.

Nachricht vom 11.02.2014

XML-Qual_ität: Im Begriff Qualität steckt sinnbildlich bereits die jeweils aufzuwendende Qual. Auch im XML-Universum spielt Qualität eine besonders wichtige Rolle. Das beginnt bei der Sicherstellung der Wohlgeformtheit als notwendige Bedingung für die Realisierung von XML-Anwendungen. Bei der Auswahl fertiger oder selbst entwickelter Strukturen und deren Validierung spielen Vokabular sowie Grammatik wahlweise auf der Basis von Document Type Definition, XML-Schema und Relax NG eine zentrale Rolle. Wenn auch diese zur Sicherstellung der inhaltlichen Qualität nicht ausreichen, kommt die Schematron-Technologie ins Spiel. Damit lassen sich Kohärenzprüfungen der eigentlichen Inhalte im Kontext von anderen im Dokument vorkommenden Elementen oder Attributen vornehmen. Das komplexe Thema wird im Rahmen des video2brain-Trainings »Qualitätssicherung von XML« anschaulich vermittelt. Eine ausführliche Besprechung enthält das Entwickler Magazin 2.2014 (→ HS-Bibliothek).

Nachricht vom 18.12.2013

Das XML-Jahr 2013: Ganz klar war auch 2013 ein weiteres gutes Jahr für die Klammern aller Art nicht scheuende Markup-Zunft und sogar ein besonderes. Immerhin existiert die wegweisende XML-Spezifikation bereits seit 15 Jahren. »XML ist kein Thema mehr, das macht man einfach« ist ein von der tekom-Jahrestagung mitgebrachtes Statement von Prof. Ziegler (HS Karlsruhe). Mittlerweile haben sich im Publikationsbereich eine Reihe von XML-basierten Datenformaten und Verarbeitungsprozessen etabliert und somit sind die zugehörigen Technologien auch fester Bestandteil in den Lehrangeboten für Technische Redakteure. In diesem Jahr betreute Absolventen behandelten in ihren Abschlussarbeiten anspruchsvolle Themen wie DITA-Strukturierung von Anleitungen, PDF-Umsetzungen mit XSL-FO, Qualitätssicherung von Dokumenten mit Schematron und Entwicklung mobiler Web-Applikationen. Die Beschäftigung mit den vielfältigen Grundlagen und Anwendungen bleibt auch 2014 ein spannendes Feld.

Nachricht vom 10.11.2013

#tekom13: Die tekom-Jahrestagung 2013 fand vom 06. bis 08. November letztmalig in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden statt. Auch unsere Hochschule war wiederum mit Vorträgen präsent. Prof. Dr. Michael Meng behandelte die Wirksamkeit von Screenshots in Dokumentationen. Der Absolvent Thomas Hennig stellte sein Masterthema zur Umsetzung einer mobilen Web-Applikation aus XML-Daten vor und fand dafür viel Beachtung, insbesondere für das entstandene Produkt. Am Ende seiner Ausführungen durfte ich ihm als krönenden Abschluss den jährlich vom Freundeskreis der Hochschule pro Fachbereich ausgelobten Preis für die beste Masterarbeit übergeben. Mein Vortrag beschäftigte sich mit dem Einsatz von XSLT 2.0 im Browser mit Saxon-CE. Eine mitgereiste Gruppe von Studierenden betreute u. a. den gemeinschaftlichen Stand aller im Bereich Technische Kommunikation ausbildenden Hochschulen und informierte sich ebenfalls in den vielfältigen Vorträgen und auf der angeschlossenen Messe.
Neben den fachlichen Themen gab es auch wieder viel Raum für Gespräche mit ehemaligen Studierenden und Partnern aus der Industrie sowie gemütliche Abende mit guten Bekannten aus der Dokuszene. Ein Teilnehmer hat mit einem Schrittzähler sein Tageslaufpensum von ca. 6 km gemessen, das kommt gefühlt hin. Wie es dieser Bericht bereits andeutet, war die begleitende Kommunikation über Twitter ein zusätzlicher Gewinn. Im nächsten Jahr wird die traditionelle Jahrestagung ihre Zelte in Stuttgart aufschlagen. Man darf gespannt sein.

Nachricht vom 09.08.2013

Saxon-CE: Mit der von Michael Kay (Saxonica) im Februar veröffentlichten Open-Source-Software Saxon-CE 1.1 lässt sich Web-Entwicklung auf der Basis von XSLT 2.0 betreiben. Wer XML und XSLT nicht scheut, sollte sich dieses alternative Konzept anschauen. Saxon-CE selbst wird als JavaScript-Bibliothek in eine gewöhnliche HTML-Seite mit Verweisen auf XML-Datendokument und XSLT-Stylesheet für die Transformation eingebunden. In letzterem Dokument liegt die komplette Anwendungslogik vor. Dabei wurde XSLT mit Interaktionskomponenten aufgewertet, etwa um auf einen Mausklick des Benutzers reagieren zu können [Template-Attribut mode="ixsl:onclick"]. Die Ausgabedaten werden mittels xsl:result-document und im HTML-Dokument vorgehaltenen ID-Referenzen in die DOM-Struktur übernommen.
Zur eigentlichen Programmierung sind im Grunde keinerlei JavaScript-Kenntnisse nötig. Diese sind jedoch durchaus nützlich, da man aus dem XSLT-Kontext heraus auch auf vorhandene JS-Objekte und -Methoden sowie sogar auf eigene Funktionen zugreifen kann [js:myfunction(…)]. Ein nach relativ kurzer Einarbeitungszeit umgesetztes Beispielprojekt demonstriert die Ausgabe von statistischen Daten als HTML-Tabelle und SVG-Darstellung. Mehr zu diesem Thema wird in einem Fachvortrag auf der tekom-Jahrestagung 2013 präsentiert. Die Entwicklerdokumentation zum Produkt wurde übrigens ebenfalls mit Saxon-CE aufbereitet. Nachtrag: Im Entwickler Magazin 6.2013 ist der Artikel »XSLTuning für Browser« erschienen (→ HS-Bibliothek).

Nachricht vom 29.06.2013

Master of XML: Gäbe es einen akademischen Titel »Master of XML«, dann würde ich diesen an unseren Absolventen Thomas Hennig verleihen. Er hat gerade sein Studium der Technischen Redaktion und Wissenskommunikation als Master of Arts abgeschlossen. Die beim langjährigen Praxispartner KSB in Halle angefertigte Arbeit beschäftigt sich mit der Weiterverarbeitung des 370 MB umfassenden XML-Datenexports von Produktinformationen aus einem Redaktionssystem zur Nutzung in einer auf Smartphones lauffähigen Web-Applikation. Dazu musste ein wahres Technologiefeuerwerk bestehend aus XML, XSLT, XPath, HTML5, CSS3 und jQuery Mobile abgebrannt werden. Das erfolgreich umgesetzte Arbeitsthema wurde für einen Fachvortrag auf der tekom-Jahrestagung 2013 angenommen und erfährt somit eine über den Studienabschluss herausragende Würdigung.

Nachricht vom 10.02.2013

15 Jahre XML: Am 10. Februar 1998 wurde die erste Spezifikation der Extensible Markup Language vom W3C offiziell als Empfehlung verabschiedet. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon einige Jahre mit HTML befasst, eine mit dem Regelwerk SGML definierte Auszeichnungssprache. Der Nachfolger XML sollte den Entwurf und die Nutzung eigener Strukturen vereinfachen und für das Web-Zeitalter tauglich machen. XHTML und SVG waren erste Vertreter von gebrauchsfertigen XML-Sprachen, welche eine größere Popularität und Verbreitung erfuhren.
Heute ist XHTML zumindest noch im E-Book-Bereich im Einsatz (EPUB) und SVG wird zunehmend bei Grafikdesignern und Webentwicklern akzeptiert. Speziell im Bereich Technische Dokumentation haben sich vielfältige Standards etabliert, u. a. DocBook und DITA. Zur Verarbeitung von XML-Dokumenten in nutzbare Zielformate existieren seit den frühen Tagen Konzepte wie XSLT und XSL-FO. Heute stehen uns viele preisgünstige oder gar freie Werkzeuge zum routinierten Umgang mit diesen Techniken zur Verfügung. Von Firmen zunehmend nachgefragte XML-Technologien gehören seit den Anfängen zum Ausbildungsprofil unserer Diplom-, Bachelor- und Masterstudierenden, was sich auch in Themen von Abschlussarbeiten widerspiegelt. <sing>Happy Birthday, XML!</sing>

Nachricht vom 22.01.2013

XML zur Wahl: So genannte Open-Data-Projekte werden zunehmend in Angriff genommen. Eine wichtige Voraussetzung ist der freie Zugriff auf Daten in möglichst medienneutralen Formaten. Zur am letzten Sonntag durchgeführten Landtagswahl in Niedersachsen steht die komplette Datenbasis wahlweise als CSV- und XML-Dokument zur Verfügung (auf der verlinkten Seite ganz unten). Das XML-Format ist undokumentiert, lässt sich jedoch relativ schnell inhaltlich erschließen. Enthalten sind die Daten zu allen 87 Wahlkreisen, sogar mit den Koordinaten der Landesgrenzen angereichert. Als kleiner Testballon wurde je ein XSLT-Stylesheet in den Versionen 2.0 und 3.0 entwickelt, welches die Daten zu einem SVG-Kreisdiagramm mit den prozentualen Anteilen verarbeitet.
Aus der XML-Struktur werden dazu die relevanten Zweitstimmen über die Wahlkreise und Parteien eingelesen und mit den insgesamt gültigen Zweitstimmen ins Verhältnis gesetzt. Daraus ergeben sich exakt die publizierten Ergebnisse. Hexadezimale Farbwerte sind ebenfalls hinterlegt und werden den Parteien entsprechend zugeordnet. Beispielcode und das Endergebnis stehen auf der Projektseite zur Verfügung. Das eigentliche ca. 1 MB umfassende Dokument wahlergebnis.xml ist nicht im ZIP-Archiv enthalten. Da auch das Wahlergebnis von 2008 hinterlegt ist, kann dessen Visualisierung durch die Zuweisung von '08' statt '13' in der Zeile <xsl:variable name="jahr" select="'13'"/> erfolgen.

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