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Webpräsenz von Dr. Thomas Meinike
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Nachricht vom 28.06.2011

planX4L: Erstellung und Verwaltung von mehr als 100 Lehrveranstaltungen eines typischen Semesters mit mehreren Studierendengruppen – allein für den Bereich Technische Redaktion – erweisen sich als eine aufwändige und fehleranfällige Prozedur.
Um den eigenen Planungsprozess stärker zu optimieren und konsistenter zu machen, entstand die Idee der Datenhaltung in einem geeigneten XML-Format. Zusätzlich sorgt ein XSLT-Stylesheet für die Umwandlung der XML-Daten in von der Planungssoftware »L.A.P.I.S« importierbare ASCII-Dateien. Dieser Artikel beschreibt weitere Details.

Nachricht vom 06.06.2011

XSLT-SB: XSLT ist insbesondere seit Version 2.0 in Kombination mit der Funktionspalette aus XPath 2.0 eine sehr mächtige Sprache zur XML-Verarbeitung. Dennoch gibt es immer wieder Situationen, in denen der Standardvorrat nicht ausreicht und man eigene Funktionen erfindet (was mittels xsl:function durchaus praktikabel ist). Insofern sind Ansätze zur Vereinheitlichung von nutzerdefinierten Funktionen sehr zu begrüßen.
Der Entwickler Stefan Krause hat gerade erste Versionen einer »XSLT-Standard-Bibliothek« veröffentlicht, welche bereits eine Vielzahl nützlicher Funktionen bereit stellt (etwa zur Stringverarbeitung mit xsb:trim()). Meine Implementierungen von mathematischen Funktionen wie Sinus und Cosinus habe ich ihm und somit der Community zur Verfügung gestellt. Möge die »XSLT-SB« zahlreiche Anwender und weitere Mitwirkende finden. Mein Beispiel zur Umsetzung von SVG-Kreisdiagrammen demonstriert die praktische Anwendung der Teilbibliothek math.xsl.

Nachricht vom 26.04.2011

XML ist überall: Der Spruch »Früher war alles besser!« trifft für die XML-Technologie(n) definitiv nicht zu, denn erst in jüngster Zeit sind umfassende Anwendungsgebiete erschlossen worden. Oft ist die XML-Basis einer Software nicht direkt sichtbar, etwa bei modernen Office-Formaten oder E-Books. Auch die iTunes-Library schaut man sich als Anwender eher nicht im Editor an. Spezielle Onlinedienste verwenden XML zunehmend zum Datenaustausch. Ein populäres Beispiel ist »Google Weather«, eine Schnittstelle (API), welche sich durch Adressierung in der Form http://www.google.com/ig/api?weather=Stadtname aufrufen lässt. Zurück kommt eine XML-Struktur mit Daten zum angegebenen Ort (u. a. Temperatur, Luftfeuchtigkeit und eine Vorhersage für die nächsten Tage).
Um diese Anwendung beispielhaft in Kursen zeigen zu können, wurde ein XSLT-Stylesheet zur Umwandlung der gelieferten XML-Inhalte in eine ansehnlichere HTML-Ausgabe entwickelt. Ausblick: Ein serverseitiges Programm kann sowohl den aktuellen Datensatz abholen, als auch die Transformation anstoßen und schließlich bestimmte Teildaten sowie die bereitgestellten Icons auf Webseiten dynamisch ausgeben.

Nachricht vom 07.03.2011

CMSMS vs. Wikipedia: Vor zwei Tagen ist die Version 1.9.4 (Codename »Faanui«) des hier bereits empfohlenen Web-Content-Management-Systems CMS Made Simple erschienen, welches ich seit Version 1.3 produktiv nutze und in Kurse integriere. Nicht nachvollziehbar war die im Jahr 2009 erfolgte Löschung eines eigenständigen Artikels in der Wikipedia. Vermutlich hat das 2010 erschienene Buch (3x in der Bibliothek) als tatsächlich relevante Quelle mit zur Reaktivierung und Erweiterung des Wikipedia-Artikels beigetragen. Hoffentlich bleibt dieser lange erhalten.

Nachricht vom 20.01.2011

7-Zip vs. EPUB: E-Books im EPUB-Format sind bekanntlich in *.epub umbenannte ZIP-Archive. Um diese spezifikationskonform zu erzeugen, muss zunächst die Datei mimetype unkomprimiert im Container abgelegt werden. Danach folgen die weiteren Verzeichnisse mit Metadaten sowie den eigentlichen Inhalten (Details erläutert diese Präsentation). Für mein Projekt epubMinFlow wollte ich ursprünglich den Packer 7-Zip einsetzen. Leider schafft es dieser nicht, die konforme Dateistruktur anzulegen.
Nun brachte mich dankenswerterweise Herr Dr. Victor Wang, Autor eines aktuellen und empfehlenswerten EPUB-Buches, auf die plausible Erklärung: 7-Zip ordnet offenbar alle Inhalte alphabetisch aufsteigend sortiert an und somit wird das ebenfalls obligatorische Verzeichnis META-INF vor mimetype angeordnet. Das Testprogramm EpubCheck reagiert folgerichtig mit der Fehlermeldung »ERROR: buch.epub: length of first filename in archive must be 8, but was 9« (9 ist vermutlich die Länge von container{.xml}). Marktgängige E-Reader kommen dennoch mit diesen E-Books zurecht. Andere Packer wie Info-Zip erzeugen jedoch die vorgeschriebene Reihenfolge und komprimieren nach meiner Erfahrung sogar besser als 7-Zip. Da dieser Hinweis noch nicht in seinem auch in der Bibliothek verfügbaren Buch steht, gebe ich ihn hiermit gern weiter.

Nachricht vom 30.11.2010

Frischluft für XML: »Love is like Oxygen« sangen einst »The Sweet«. In der Darreichungsform <oXygen/> ist Sauerstoff auch für XML-Entwickler besonders bekömmlich. Es handelt sich um einen komfortablen Editor für Mac OS X, Linux und Windows mit breitem Spektrum – vom einfachen XML-Bearbeiten über DTD- und Schema-Entwicklung bis hin zur Verarbeitung mit XSLT & Co. <oXygen/> 12 kann sogar (ZIP-gepackte) EPUB-Archive öffnen und es lassen sich die darin enthaltenen Dateien direkt bearbeiten und wieder speichern.
Allerdings sollten die Entwickler an einer Stelle unbedingt nachbessern: Die Größenänderung des aktuell bearbeiteten Textes über die Kombination Strg+Mausrad reagiert mit ziemlicher Verzögerung, sodass der Text schlagartig sehr groß oder sehr klein dargestellt wird. Das erweist sich vor allem beim Live-Coding in Kursen als sehr ungünstig. Besonders bemerkenswert ist das preisgünstige Angebot einer Klassenraumlizenz. Dieses schont unser Budget und erlaubt sogar die Abgabe einer separaten Lizenz an Studierende in den relevanten Kursen. Daran sollten sich andere Anbieter ein Beispiel nehmen!

Nachricht vom 11.11.2010

Tag der Forschung: Beim Tag der Forschung mit Firmenkontaktmesse an der Hochschule Merseburg habe ich ein Poster zum Thema elektronische Bücher präsentiert. Vorgestellt wurde ein technologischer Prozess zur automatisierten Produktion von Büchern im EPUB-Format auf der Basis von XML zur Datenhaltung und XSLT zur Verarbeitung. Im Rahmen der Veranstaltung fanden auch interessante Vorträge statt und es ergaben sich einige Gespräche mit Firmenvertretern mit speziellem Interesse an unseren Studierenden im Bereich Technische Redaktion.

Nachricht vom 04.11.2010

Tagesnotiz: Die Folien der am heutigen Tag wegen einer Terminüberschneidung nicht livehaftig stattgefundenen tekom-Vortragspräsentation zum Thema »EPUB – Anatomie eines elektronischen Buchformates« liegen als PDF-Version vor. Auf dem Twitter-Kanal lässt sich das Geschehen in Wiesbaden einen kleinen Spalt breit verfolgen, wobei ich vom offiziellen Sendeplatz mehr erwartet habe.

Nachricht vom 09.10.2010

Neuer EPUB-Stoff: Der Autor des bereits empfohlenen freien Programms »eCub« hat das stärker layoutorientierte, jedoch kommerzielle, Werkzeug »Jutoh« veröffentlicht. Eine eingeschränkte Demoversion ist verfügbar. Wer bereits bestehende EPUB-Inhalte neu komprimieren muss, kann alternativ zu ZIP-Packern auch zum Tool »ePubPack« greifen. Die bekannten JAVA-basierten Prüfwerkzeuge »EpubCheck« und »EpubPreflight« wurden von der Firma pagina GmbH in ein komfortabel nutzbares Windowsprogramm »EPUB-Checker« integriert.
Empfehlenswert ist auch eines der ersten Bücher zum Thema. Elizabeth Castro beschreibt in »EPUB Straight to the Point – Creating ebooks for the Apple iPad and other ereaders« die Erstellung von E-Books unter Nutzung von Microsoft Word und Adobe InDesign und gibt hilfreiche Tipps zur Anpassung der Inhalte und Stylesheets an marktgängige Lesegeräte. Eine Besprechung enthält das Entwickler Magazin 6.10 und die Hochschulbibliothek hat ein Exemplar in den Bestand übernommen.

Nachricht vom 28.07.2010

Das E-Book-Semester: Im gerade zu Ende gegangenen Sommersemester 2010 gab es für mich ein bestimmendes Thema: Elektronische Bücher (E-Books). Nach einem Jahr Beschäftigung mit der Theorie und Praxis von Formaten wie EPUB und einer Reihe der mittlerweile problemlos verfügbaren Lesegeräte sowie einschlägiger Software, ist das Thema nun auch in der Lehre präsent. Studierende des Masters Technische Redaktion und Wissenskommunikation haben im Fach Online-Dokumentation erstmalig Anleitungen als E-Book parallel zur klassischen CHM-Hilfe umgesetzt.
Ein 5:40 Minuten langes Video zeigt jeweils die Titelseite und das Inhaltsverzeichnis sowie zwei repräsentative Buchseiten. Außerdem wurden zum Thema gerade eine Abschlussarbeit erfolgreich verteidigt und ein Grundlagenartikel nebst Softwareprojekt veröffentlicht. Es ist und bleibt also spannend, dieses schnell wachsende Arbeitsgebiet zu verfolgen und aktiv mitzugestalten. [Video ergänzt am 26.11.2010]

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